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Warum das Belastungskonto im Leben so gefährlich ist!

Was das Empfinden der eigenen Leistung ausmacht!


Anerkennung spielt für jeden von uns eine nicht unerhebliche Rolle für das Wohlbefinden. Das merken wir schon, wenn wir Lob empfangen und uns so ein Lächeln auf die Lippen gezaubert wird. Doch im Laufe der Zeit wird vieles als Selbstverständlich betrachtet und wir erhalten und geben für das Geleistete immer weniger Anerkennung.

Die Konsequenzen daraus lassen uns immer mehr das, was wir tun, als Belastung empfinden. Waren Überstunden zu Beginn des Arbeitsverhältnisses noch mit Stolz geleistete Arbeit, so werden sie mit der Zeit zur Belastung. Der Grund: Unsere Wirtschaft ist nicht auf weniger, sondern auf immer mehr Leistung ausgelegt. Und schon stürzen wir ins Tal des Jammers ab und schildern im Außen den Stand unseres „Belastungskontos“. Wir beschweren uns gerne über die Rahmenbedingungen z.B. unserer Arbeit - haben das Gefühl immer zu wenig zu bekommen und zu viel zu geben.

Und jetzt kommt eine ganz entscheidende Feststellung: Wir empfinden im Laufe der Zeit alles immer mehr als Belastung. Weil wir uns so programmieren. Unsere Leistungsfähigkeit und Motivation sinkt immer weiter und aus ehemals motivierten „Gerngebern“ werden griesgrämige „Immerzuwenigbekommer“.

Der Ausweg aus dieser Depressionsstrategie scheint schwierig, da wir unsere Umwelt nur schwer ändern können. Was wir aber können ist UNS ändern. Wenn wir aus unserem Belastungskonto für uns ein gefühltes „Guthabenkonto“ machen und uns für unsere Leistungen selbst feiern, dann befreien wir uns von der Zwangsjacke der Erwartungshaltung an andere. So rückt z.B. die Erwartung der Bezahlung von Überstunden nach hinten und wir empfinden erst einmal Stolz für das Geleistete. Wir kommen wieder in die Kraft und sind eventuell auch offener für neue Wege. So z.B. auch für neue Aufgaben mit besseren Rahmenbedingungen.

 

Bis in ca. zwei Wochen. Ich freue mich auf deine Gedanken!

Dein Achim Wiedemann

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